Landesklasse Nord - Saison 2018/2019

Einzelergebnisse

Spieler/in DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Pkt
1 Olaf Budach 1750 ½ 0 0 ½ 1 1 ½ ½ 0 4/9
2 Daniel Woithe 1898 - 1 ½ 1 - 1 ½ 4/5
3 Jörg Nagler 1870 ½ 0 ½ 0 1 0 ½ 0 ½ 3/9
4 Dave Möwisch 1887 0 ½ ½ 1 - 1 ½ 1 4,5/7
5 Vicky Eue 1734
6 Sebastian Lischke 1722 0 0 ½ ½ 0 1 ½ 0 1 3,5/9
7 Stephan Cinkl 1693 0 ½ 1 1 0 0 0 2,5/7
8 Philipp Heinrich 1659 ½ ½ + 1 0 ½ 0 3,5/7
9 Carlo Borchardt 1659 1 1 ½ ½ ½ 1 4,5/6
10Nino Arndt 1586 0 0/1
11Volker Heinrich 1578 0 ½ 0 0,5/3
12Robin Jacob 1534 ½ 0 0 0 ½ 1/5
13Lothar Bindernagel1450
14Fatjon Hoxha 1338
15Anja Braun 1291
16Rene Kieseling 1313
17Dirk Hummel 1230
18Werner Püschel 1988 1 1/1

Endstand

Mannschaft MP BP BW
1 BSG Pneumant Fürstenwalde I 15 41,5 180
2 Schachclub Lindow 02 12 38,5 188
3 SV Hellas Nauen I 11 41 181,5
4 USC Viadrina Frankfurt (Oder) 12 44,5 192,5
5 Schachclub Oranienburg II 11 42 189
6 SV Preußen Frankfurt (Oder) 9 34 140
7 Schachfreunde Schwedt 7 33,5 153
8 SV Briesen I 5 32 147
9 ESV Kirchmöser 3 27 132
10 ESV Eberswalde II 5 26 117


Spieltag 1

14.10.2018
ESV Kirchmöser - SV Briesen I 5,5-2,5

Der Auftakt in die neue Saison in der stark besetzten Landesklasse Nord konnte leider nicht erfolgreich gestaltet werden.
Nachdem schon lange klar war, dass wir nicht in Bestbesetzung antreten können würden, mussten wir auch noch zusätzlich ein Brett freilassen. So ging es also gleich mit einem 0-1 Rückstand los.

Danach kam zunächst ein wenig Hoffnung auf.

Robin an Brett 8 konnte seine Partie gegen Detlef Lewandowitz recht sicher zum Remis führen. 0,5 - 1,5

Carlo am 7. Brett ließ sich von Christian Schulze in zwischenzeitlichen Komplikationen nicht austricksen, und markierte den zügigen Ausgleich. 1,5-1,5

An Brett 1 war zu Beginn nicht viel los auf dem Brett, dann noch viel weniger und am Ende schließlich gar nichts mehr. Zwar bemühte sich Torsten Schwarze gekonnt, immer wieder kleine Drohungen aufzustellen, aber Olaf konnte diese auch immer wieder mit genauem Spiel neutralisieren. 2-2

Nach diesen guten Ergebnissen ging es dann leider bergab.

Sebastian zeigte seine übliche, originelle Eröffnungsbehandlung, welche in einem Bauerngewinn mündete. Sein erfahrener Gegner Günter Thiele versuchte diesen Nachteil durch lebhaftes Figurenspiel zu kompensieren. Was ihm auch gelang: erst setzte sich ein Springer im Zentrum fest, dann erzwang ein Bauernvorstoß den Tausch von Leichtfigur gegen zwei Bauern. Sebastian bemühte sich noch redlich, Verwirrung zu stiften, aber sein Gegenüber spielte den Vorteil souverän nach Hause. 2-3

Jörg hatte es an Brett 3 mit Matthias Dobkowicz zu tun. Lange Zeit sah seine Stellung vielversprechend aus, aber er ließ dann die Zügel etwas schleifen und sein Gegner konnte aus etwas gedrückter Stellung kontern. Das führte zu einem Endspiel Dame + 4 Bauern gegen 2 Türme + 6 Bauern. Allerdings konnten die Türme nicht gut koordiniert werden, und Jörg konnte sich mit seiner aktiven Dame ins Remis durch Dauerangriff auf einen Turm retten. 2,5-3,5

Stephan haderte leider wieder mit seinem Spiel im späten Stadium der Partie. Mit seiner strategischen Leistung gegen Reiner Flechsig zeigte er sich zufrieden, aber taktisch übersah er dann einen Zwischenzug eines Bauern, was die Stellung ruinierte. 2,5-4,5

Dave konnte in seiner Partie nach ein paar Ungenauigkeiten und sehr zaghaftem Eröffnungsspiel seines Gegners Ralf Doletzki früh einen Bauern gewinnen (inklusive Kompensation! ;-)). Allerdings revanchierte er sich im Mittelspiel, und konnte dann den Übergang in ein verlorenes Endspiel nicht mehr verhindern. 2,5-5,5

Als Hoffnungsschimmer nach der deutlichen Niederlage mag vielleicht die Tatsache dienen, dass jeder bis weit in die Partien hinein ausgeglichene oder sogar bessere Stellung erspielen konnte. Und niemand muss wohl Angst haben, nach einer Frühform in der Saison noch einzubrechen. ;-)

Allerdings sollte die Form rasch gefunden werden, denn am 11.11. wird es nicht einfacher im Heimspiel gegen den SC Lindow 02.


Kirchmöser Briesen I
1Torsten Schwarze ½-½Olaf Budach
2Klaus-Dieter Kühne+–Daniel Woithe
3Matthias Dobkowicz½-½Jörg Nagler
4Ralf Doletzki 1-0Dave Möwisch
5Günther Thiele 1-0Sebastian Lischke
6Reiner Flechsig 1-0Stephan Cinkl
7Christian Schulze 0-1Carlo Borchardt
8Detlef Lewandowitz½-½Robin Jacob



Spieltag 2

11.11.2018
SV Briesen I - Schachclub Lindow 02 3-5

Beim ersten Heimspiel der Saison im neuen Spiellokal durften wir die Schachfreunde vom SC Lindow 02 begrüßen.
Auch wenn die Gäste sicher als Favorit galten, so hatte man doch zumindest eine kleine Chance auf einen Mannschaftspunkt.

„Wild“ beschreibt den Mannschaftskampf wohl am besten.

Zunächst verirrte sich Jörg ein wenig in den Varianten des schottischen Gambits. Den konzentrierten Angriff auf f7 seines Gegners Bernhard Kohls konnte er zunächst noch verkraften, aber wenig später entschied dann ein hübscher Mattangriff über die halboffene f-Linie die Partie. 0-1

Zäh gings am ersten Brett zu, und beide Spieler investierten viel Zeit. Olaf konnte sich eine vernünftige Mittelspiel-Stellung gegen FM Walter Schatz erarbeiten. Den nun folgenden, einzügigen Dameneinsteller verkraftete diese jedoch nicht. 0-2

Nach etwas missglückter Eröffnung musste sich Sebastian in seiner Partie gegen Jürgen Melzer mühselig zurück ins Spiel kämpfen. Kurz nachdem er dies endlich geschafft hatte, verdarb einer dieser bekannten, mysteriösen Turmzüge die Endspielstellung gänzlich. 0-3

Konfrontiert mit dem 0-3 Rückstand versuchte Philipp an Brett an Brett 6 mit einem Bauernopfer noch etwas Schwung in eine trockene Stellung zu bringen. Fred Nagorsnik spielte jedoch präzise, und sein Remisangebot mit Mehrbauer war dann sicherlich taktischer Natur. Sinnvoll ablehnen konnte es Philipp jedenfalls nicht. 0,5-3,5

Dave konnte sich gegen die Philidorverteidigung von Peter Helmke ein aussichtsreiches Stellung im Mittelspiel erarbeiten. Die konkrete Umwandlung des Ganzen war allerdings nicht einfach zu sehen, und so konnte SF Helmke mit geschickten Abtauschaktionen die Stellung vereinfachen. Das enstandene Läuferendspiel bot beiden Seiten wenig Gewinnpotential. Dave versuchte nochmal alles, und manövrierte sich zielstrebig … in ein verlorenes Bauernendspiel. Diesmal kann wohl die Annahme seines Remisangebots als taktisch bezeichnet werden… 1-4

Ob sich Daniel und sein Gegner Guido Giese der Zugumstellungen in ihrer Eröffnung bewusst waren, ist nicht ganz klar. Aber was als Alapin-Sizilianer getauft wurde, endete in einer seltenen Variante des Panov-Angriffs aus der Caro-Kann Verteidigung. Den üblichen Opferbauern auf d5 konnte Daniel jedoch lange halten, und das aktive Figurenspiel zur Kompensation wollte sich nicht so recht ergeben. Nach dem Gewinn eines weiteren Bauern und reichlich Figurenabtausch führte Daniel das Endspiel souverän zum Sieg. 2-4

Ebenso selten war die sizilianische Variante auf Carlos Brett. Die Gegenüberstellung der ungedeckten Damen auf der c-Linie konnte er früh zum Gewinn eines Bauern nutzen, und Angela Wolf konnte mit den weißen Steinen ein wenig Kompensation erreichen. Zwischenzeitlich bot sich ihr gar die Möglichkeit zum Gewinn: das Zwischenschach, nach welchem der schwarze Königsflügel auseinandergeflogen wäre, übersah sie allerdings. Durch den Damentausch, den sie stattdessen anstrebte, konnte Carlo allerdings die ganze Stärke seines aktiven Königs ausspielen und das Endspiel gewinnen. 3-4

Als letzter kämpfte nun noch Robin lange und zäh um die Chance aufs Mannschafts-Remis. Im Damengambit reagierte er etwas ungenau auf die üblichen schwarzen Hebel e5 und c5, und musste dann eine etwas passive Stellung verwalten. Sein Gegner Thomas Liebig hatte ein Gastgeschenk dabei, verzichtete auf einen einzügigen Turmgewinn und wickelte in ein Endspiel mit gleicher Turmanzahl auf beiden Seiten ab. Dieses spielte er dann allerdings höchst präzise zu Ende, und sicherte den Sieg für die Lindower Schachfreunde. 3-5

Am 25.11. wartet dann der nächste „dicke Brocken“: wir besuchen unsere Freunde aus Fürstenwalde. Diesmal gehts aber zum ersten Mal gegen deren 1. Mannschaft.


Briesen I Lindow
1Olaf Budach 0-1FM Walter Schatz
2Daniel Woithe 1-0Guido Giese
3Jörg Nagler 0-1Bernhard Kohls
4Dave Möwisch ½-½Peter Helmke
5Sebastian Lischke0-1Jürgen Melzer
6Philipp Heinrich ½-½Fred Nagorsnik
7Carlo Borchardt 1-0Angela Wolf
8Robin Jacob 0-1Thomas Liebig



Spieltag 3

25.11.2018
BSG Pneumant Fürstenwalde I - SV Briesen I 5-3

Fürstenwalde I Briesen I
1FM Rainer Kleeschätzky 1-0Olaf Budach
2Hartmut Höckendorf ½-½Daniel Woithe
3Dr. Wilfried Stiemerling½-½Jörg Nagler
4Norbert Hellmann ½-½Sebastian Lischke
5David Georgi ½-½Stephan Cinkl
6Tobias Lenz ½-½Philipp Heinrich
7Moritz Kammer ½-½Carlo Borchardt
8Dr. Holger Rücker 1-0Robin Jacob



Spieltag 4

16.12.2018
SV Briesen I - SV Preußen Frankfurt Oder I 4-4

Nach drei Niederlagen in Folge zum Auftakt gegen starke Mannschaften wurde es nun langsam ernst für uns im Abstiegskampf und es mussten Punkte her. Am vierten Spieltag waren die Schachfreunde vom SV Preußen bei uns zu Gast. Obwohl die Oderstädter schon Jahre lang in den höchsten Spielklassen Brandenburgs spielen und viele erfahrene Spieler in ihren Reihen haben, lief es auch für sie nicht optimal in dieser Saison, was der Begegnung enorme Wichtigkeit gab im Abstiegskampf. So blieben sie auch an diesem Spieltag nicht vom Erkältungspech verschont und mussten das sechste Brett kampflos abgeben, was die sofortige 1:0 Führung für uns bedeutete.

Nach knapp einer Stunde hörte ich ein Remis-Angebot aus dem Raum schallen. Zu meiner Überraschung bot der sonst so kampfstarke Sebastian seinem Gegner Dr. Joachim Jacobs die Punkteteilung an, die er zu meiner noch größeren Überraschung auch annahm. Immerhin sah die Stellung auch recht ausgeglichen aus und gegen solch einen erfahrenen Gegner ist der halbe Punkt auch richtig gut. 1,5:0,5.

Inspiriert von Sebastian bot ich kurze Zeit später meinem Gegner Herbert Prick ebenfalls Remis an. Ich hatte meine Eröffnung völlig verbockt und stand nach nur 11 Zügen schon deutlich schlechter. Wieder zu meiner Überraschung sah mein Gegner zwar alle guten Fortsetzungen und Drohungen, nahm aber trotzdem das Remis an. Glück gehabt. 2:1.

Olaf spielte gegen Frank Urbanek am Spitzenbrett eine solide Partie und ließ mit Schwarz nichts anbrennen und holte den nächsten halben Punkt. So stand es nach 2 Stunden 2,5:1,5. Dies sollte allerdings nur der Prolog sein zu weiteren drei nervenzerreißenden Stunden Sonntags-Schach in Briesen.

Volker musste gegen den aus der Ukraine stammenden Gast-Studenten Yulian Strus spielen und schlug sich nicht schlecht. Die Stellung wurde immer offener und beide spielten sehr aggressiv. Leider übersah Volker einen taktischen Einschlag, kämpfte aber noch bis zum Matt und kreierte Patt-Ideen. Sein Gegner ließ aber nichts zu und holte souverän den Punkt. 2,5:2,5.

Jörg gab gegen Jens Gellert schon relativ früh eine Qualität für einen Freibauern. Sein Gegner brachte seine Türme aber gut ins Spiel und Jörgs Läufer waren nicht gut koordiniert. Trotzdem kämpft Jörg verbissen weiter und konnte in ein Endspiel Turm + Bauer gegen Läufer + Bauer abwickeln. Aber auch hier spielte sein Gegner technisch sauber, brachte sein König und Turm optimal ins Spiel und holte sich verdient den vollen Punkt. 2,5: 3,5.

Bei Carlo am Brett gegen Christian John sah es lange Zeit sehr ausgeglichen aus, allerdings überschlugen sich später die Ereignisse. In einem Damenendspiel mit Läufer gegen Springer konnte Carlo zunächst zwei Bauern gewinnen, sein König stand aber sehr luftig und es lag ein Dauerschach in der Luft. Aufgrund des Zwischenstandes und des ungewissen Ausgangs an Stephans Brett, wollte Carlo noch nicht Remis annehmen und noch „ein paar“ Züge weiterspielen. Als ich 5 Minuten später auf sein Brett schaute, konnte ich es nicht glauben. Er hatte seinen Läufer eingestellt. Da erwachte allerdings Carlos Kämpferherz und er konnte weitere Bauern, darunter ein Freibauer, gewinnen und es lagen schon wieder Gewinnchancen in der Luft. Allerdings hatte auch sein Gegner einen Freibauern und beide einigten sich friedlich auf die Punkteteilung. 3:4.

Nun kam es zum Showdown an Brett 5. Stephan spielte gegen das Preußen Ur-Gestein und ehemaligen Stadtmeister Frankfurts, Siegfried Preuß. Stephan spielte eine tolle Partie, konnte seine Stellung Stück für Stück verbessern und gewann Material. Allerdings verbrauchte er sehr viel Zeit und musste in Zeitnot die Nerven behalten. Siegfried verteidigte sich zäh und hatte einige Patt-Ideen. Ich konnte kaum noch hingucken. Stephan konnte in ein Endspiel abwickeln mit Turm + 2 Bauern gegen Turm, was er aufgrund der enormen Zeitnot nicht perfekt spielte und einen Bauern opferte um seinen letzten verbliebenen Bauern zur Umwandlung vorzuschieben. Beide Spieler hatten mittlerweile weniger als eine 1 Minute auf der Uhr. Stephan schaffte es durch Umwandlung und Doppelschach den gegnerischen Turm zu gewinnen, hatte aber nur noch 10 Sekunden um mit Turm und Dame Matt zu setzten. Aber er blieb cool und setzte tatsächlich innerhalb der Zeit Matt. Ende. 4:4.

Daraufhin hallte ein Freudenschrei durch die Mensa der Schule in Briesen, den wahrscheinlich das halbe Dorf gehört hat. Da soll nochmal jemand sagen, Schach sei kein aufregender Sport.

Stephan wurde zum Held des Tages und wir konnten einen wichtigen Mannschaftspunkt mitnehmen. In der nächsten Runde wird es aber nicht weniger aufregend. Es geht gegen den direkten Abstiegskandidaten ESV II nach Eberswalde. Vielleicht kann man dann auch in Eberswalde Freudenschreie hören.

Dave Möwisch


Briesen I Preußen Frankfurt I
1Olaf Budach ½-½Frank Urbanek
2Jörg Nagler 0-1Jens Gellert
3Dave Möwisch ½-½Herbert Prick
4Sebastian Lischke½-½Dr. Joachim Jacobs
5Stephan Cinkl 1-0Siegfried Preuß
6Philipp Heinrich +–Jan Hentschel
7Carlo Borchardt ½-½Christian John
8Volker Heinrich 0-1Yulian Strus



Spieltag 5

20.01.2019
ESV Eberswalde II - SV Briesen I 1,5-6,5

Eberswalde II Briesen I
1Torsten Lehmann 0-1Olaf Budach
2Bernhard Bolduan0-1Daniel Woithe
3Detlef Zoll 0-1Jörg Nagler
4André Hauff 0-1Dave Möwisch
5Manfred Lehmann 1-0Sebastian Lischke
6Stefan Sprutta 0-1Stephan Cinkl
7Michael Hecht 0-1Philipp Heinrich
8Daniel Broock ½-½Carlo Borchardt



Spieltag 6

10.02.2019
Schachclub Oranienburg II - SV Briesen I 5-3

Oranienburg II Briesen I
1Henry Oelmann 0-1Olaf Budach
2Carsten Schwenteck +–Daniel Woithe
3Jörg Engberg 1-0Jörg Nagler
4Gerhard Großmann +–Dave Möwisch
5Richard Pfeiffer 0-1Sebastian Lischke
6Karl-Heinz Kaufmann1-0Stephan Cinkl
7Torsten Hannemann 1-0Philipp Heinrich
8Wolfgang Fiß 0-1Carlo Borchardt



Spieltag 7

24.02.2019
SV Briesen I - USC Viadrina Frankfurt 4-4

Die siebente Runde in der Landesklasse Nord brachte uns dieses Mal einen besonderen Gegner nach Briesen: der USC Viadrina Frankfurt (Oder) kam in Bestbesetzung zu uns. Man spielte bereits schon vor zwei Jahren in Regionalliga Ost um den Umstieg und lieferte sich packende Partien. So sollte es auch dieses Mal werden.

Im Gegensatz zum Spiel vor zwei Jahren hat sich der USC durch Thorsten Müller und Michael Ziern nochmals deutlich verstärkt und mit Daniel Lippert einen jungen Spieler in den Reihen, der Partie um Partie gewinnt und mittlerweile eine wichtige Stütze geworden ist. Daher sollte es für uns schwer werden, Mannschaftspunkte für den Abstiegskampf mitzunehmen.

Den Anfang machte mal wieder Olaf am ersten Brett gegen Jan Grabowski. Wie schon in der gesamten Saison zeigte Olaf eine grundsolide Partie und ließ mit Schwarz nichts anbrennen, sodass der erste halbe Punkt gesichert werden konnte. 0,5:0,5

Robin, der als Ersatzmann unserer Mannschaft immer wieder aushilft in dieser Saison, konnte gegen Daniel Lippert eigentlich gut mithalten und hatte eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett. Leider konnte ich nicht sehen, wo der entscheidende Fehler war, aber Robin verlor die Partie und die Gäste gingen in Führung. 0,5:1,5

Ich hatte mit Thomas Noack eine harte Nuss zu knacken. Ich bereitete eine für mich komplett neue Eröffnung vor um eine taktisch hochkomplexe Stellung zu erreichen um so einen möglichen Vorteil zu erspielen. Thomas ahnte, was da auf ihn zukommen würde und er wich bereits früh in etwas ruhige Gewässer ab. Die Partie plätscherte vor sich hin, Thomas aber lehnte mein Remisangebot ab, da die anderen Partien noch unklar waren. Ich opferte später eine Qualität und Thomas machte dann in hochgradiger Zeitnot entscheidende Fehler. 1,5:1,5

Die wohl spektakulärste Partie lieferten sich Sebastian und Sven Krannich, die beide gern mal zu b4 greifen. Sven opferte eine Leichtfigur um Angriffsspiel zu bekommen. Sebastian konnte aber gut dagegenhalten und ging mit 2 Leichtfiguren für einen Turm ins Endspiel. Es tauschten sich weiter alle Figuren ab und Sven wickelte bewusst in das anspruchsvolle Springer + Läufer Endspiel gegen den nackten König ab. Sebastian versuchte alles, kannte aber nicht die entscheidenden Manöver und musste dann nach 50 Zügen zum Remis die Hand reichen. 2:2

Jörg hatte gegen Bernd Ketelhöhn ebenfalls eine vielversprechende Stellung mit aktivem Spiel auf dem Brett, konnte aber einen möglichen Bauerngewinn nicht sehen. Bernd spielte die Stellung aber dann fehlerfrei zum Remis herunter. 2,5:2,5

Stephan war in großer Angriffslaune und spielte für seine Verhältnisse erfrischendes Angriffsschach. Sein Gegner, Michael Ziern, parierte aber alle Bemühungen und konterte im Mittelspiel mit einem Bauerngewinn, den Stephan nicht mehr kompensieren konnte, da sein Gegner das Turmendspiel mit Mehrbauer souverän runter spielte. 2,5:3,5

Phillip hatte mit Michal Zaporowski einen Gegner, der bislang alle 6 Partien in der Landeklasse gewinnen konnte. Phillip spielte aber wie in der gesamten Saison solide und brachte seinen Gegner in große Zeitnot. Aber auch die Stellung von Phillip ließ kaum etwas zu und beide Spieler einigten sich auf Remis. 3:4

Die größte Aufregung gab es in der Partie zwischen Daniel und Thorsten Müller. Beide sind bekannt für ihre Tendenz zu enormer Zeitnot. Und so kam es auch und beide ließen sich anfangs enorm viel Zeit. In der hektischen Zeitnotphase behielt Daniel aber die Nerven und konnte mit Mehrfigur den Sack zu machen. 4:4

Mit diesem überraschenden Mannschaftspunkt können wir sehr zufrieden sein, auch wenn mehr möglich war. Dennoch könnte der Punkt im Abstiegskampf enorm wichtig werden. In der nächsten Runde geht es dann gegen eine der stärkeren Mannschaften der Landesklasse Nord, dem SV Hellas Nauen.

Dave Möwisch


Briesen I USC Viadrina
1Olaf Budach ½-½Jan Grabowski
2Daniel Woithe 1-0Thorsten Müller
3Jörg Nagler ½-½Bernd Ketelhöhn
4Dave Möwisch 1-0Thomas Noack
5Sebastian Lischke½-½Sven Krannich
6Stephan Cinkl 0-1Michael Ziern
7Philipp Heinrich ½-½Michal Zaporowski
8Robin Jacob 0-1Daniel Lippert



Spieltag 8

24.03.2019
SV Hellas Nauen I - SV Briesen I 6-2

Nauen I Briesen I
1Benno Zahn ½-½Olaf Budach
2Marvin Hänsel ½-½Daniel Woithe
3Benjamin Bangert1-0Jörg Nagler
4Christian Elke ½-½Dave Möwisch
5Achim Rudolf 1-0Sebastian Lischke
6Frank Krüger 1-0Philipp Heinrich
7Tobias Henschel 1-0Nino Arndt
8Thomas Löbig ½-½Volker Heinrich



Spieltag 9

07.04.2019
SV Briesen - Schachfreunde Schwedt 4-4

Zum Saisonfinale in der Landesklasse Nord mussten wir gegen die Schachfreunde Schwedt antreten, die zwar nicht mehr nach oben oder nach unten in der Tabelle schauen mussten, die aber trotzdem eine solide Saison spielten und schwer zu schlagen waren.

Wir dagegen mussten noch um den direkten Klassenerhalt spielen. Ein 4:4 sollte dabei reichen, da unsere beiden Abstiegskonkurrenten ESV Eberswalde und Kirchmöser direkt gegeneinander spielten und wir deutlich mehr Brettpunkte auf unserem Konto hatten.

Leider musste Daniel krankheitsbedingt sehr kurzfristig absagen, was eine deutliche Schwächung für das Projekt „Klassenerhalt“ darstellte. Volker sprang zwar kurzfristig ein, musste aber wegen privaten Verpflichtungen gegen Reimar Metzke sehr früh aufgeben, was den frühen 0:1 Rückstand bedeutete.

Die anderen Partien versprachen viel Spannung. Jörg hatte es mit dem Top-Scorer der Schwedter, Ralf Werner, zu tun. Zwar hatte Jörg aus meiner Sicht keine schlechte Angriffsstellung, aber zu mehr sollte es wohl nicht reichen. Daher einigten sich beide Spieler auf Remis. 0,5:1,5

Robin half mal wieder in der ersten Mannschaft aus. Seine Partie gegen Patricia Bernert ging leider mal wieder völlig an mir vorbei. Beide einigten sich aber in wohl ausgeglichener Stellung auf die Punkteteilung. 1:2

Uns neuestes Mitglied Werner, der uns auch in der kommenden Saison unterstützen wird, spielte gegen Annett Tscherner eine solide Partie. Zwar musste er sich einen wüsten Mattangriff seiner Gegnerin stellen, behielt aber den Überblick und konnte entscheidendes Material gewinnen zum 2:2- Ausgleich.

Unser Fels in der Landesklasse-Nord-Brandung, Olaf, opferte gegen Beate Pfau früh einen Bauern für Entwicklungsvorsprung. Seine Gegnerin spielte den Mehrbauern aber souverän runter und konnte sich den vollen Punkt schnappen. 2:3

Sebastian spielte gegen Jan Putzke eine für seine Verhältnisse etwas ruhige Partie. Im Endspiel Springer gegen Läufer hatte er allerdings den aktivieren König und knackte die gegnerische zähe Verteidigung zum wichtigen Punkt. 3:3

Stefan hatte gegen Wolfgang Kind eigentlich eine recht gute Stellung, sah aber nach eigenen Angaben irgendwann Gespenster und in Zeitnot unterliefen ihm dann schwerwiegende Fehler, was die Gäste mit 4:3 in Führung brachte.

Nun hatte ich es also in der Hand, den Klassenerhalt zu besiegeln oder in den Stichkampf zu gehen. Ich gewann gegen Norbert Mundt bereits früh einen Bauern und konnte meine Stellung Stück für Stück verbessern. Nach weiterem Bauerngewinn musste ich im Endspiel eigentlich nur noch den Vorteil verwerten. Mit zunehmender Zeitnot und trickreichen Verwicklungen meines Gegners hatte ich aber einige Ungenauigkeiten in meinem Spiel. Mein Gegner übersah zum Glück einen simplen Bauerngewinn und so konnte ich den entscheidenden letzten Punkt holen. 4:4

Mit diesem 4:4 war der Klassenerhalt gesichert. Kirchmöser muss nach einer heftigen 2:6 Niederlage direkt absteigen und der ESV Eberswalde II darf gegen Werder um den Klassenerhalt spielen. Den Sieg in der Landesklasse Nord holte sich Pneumant Fürstenwalde. Herzlichen Glückwunsch.

Dave Möwisch

Briesen I SF Schwedt
1Olaf Budach 0-1Beate Pfau
2Jörg Nagler ½-½Ralf Werner
3Dave Möwisch 1-0Norbert Mundt
4Sebastian Lischke1-0Jan Putzke
5Stephan Cinkl 0-1Wolfgang Kind
6Volker Heinrich 0-1Reimar Metzke
7Robin Jacob ½-½ Patricia Bernert
8Werner Püschel 1-0Annett Tscherner



FAZIT

Diese Saison war eine sehr schwere Saison für uns. Wir hatten immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen, was uns das Leben häufig schwer gemacht hat. Zudem gab es interne Konflikte und Spannungen, die erst Am Ende der Saison gelöst werden konnten. Trotz schwieriger Umstände haben wir es am Ende trotzdem geschafft die Klasse zu halten, was uns Mut für die nächste Saison machen sollte. Zu den einzelnen Brettern:

Olaf hatte sich zwar anfangs gewehrt, aber ich denke, ihn an Brett 1 zu setzten war eine gute Idee. Mit 4 Punkten und einer Leistung von 1952 gegen teilweise übermächtige Gegner spielte er eine grandiose Saison, mit der er sehr zufrieden sein kann.

Daniel an Brett Zwei spielte eine grund-solide Saison, blieb ungeschlagen und holte wichtige Siege, wenn sie notwendig waren. Leider konnte er der Mannschaft nicht immer aushelfen.

Jörg an Brett 3 hatte sicherlich nicht seine beste Saison. Trotzdem schaffte er gegen gute Gegnerschaft 3 Punkte und spielte die komplette Saison durch. Manchmal spielte er aber aus meiner Sicht in manchen Situationen etwas zu schnell und ungenau, was ihm in der vorherigen Saison noch besser gelang.

Ich an Brett 4 konnte leider nicht an meine Leistung der vorherigen Saison anknüpfen und legte einen durchwachsenen Start hin. Da hätten es gut und gerne auch drei Nullen zum Start sein können. Am Ende hin fing ich mich aber und konnte mit 3,5 aus 4 einen guten Endspurt hinlegen.

Sebastians Partien waren wohl die spannendsten Partien. Seine aggressive Spielweise sorgte für so manche Schweißperlen auf den Gesichtern seiner Gegner. Leider ist dieser Spielstil auch anfällig für eigene Schwächen in der Stellung. Und so verlief seine Saison wie eine Achterbahnfahrt. Das Springer-Läufer-Matt wird er aber nicht so schnell vergessen.

Stephan haderte diese Saison sehr mit sich selbst. Die Zeitnot war wohl sein größter Feind, in der er so manche Punkte liegen ließ. Ihm gehört aber der wohl größte und emotionalste Moment in dieser Saison. Gegen Siegfried Preuß setzte er mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr Matt und holte somit einen wichtigen Mannschaftspunkt im Abstiegskampf.

Philipp spielte diese Saison seinen Möglichkeiten entsprechend. Mit Studium und wenig Zeit spielte er trotzdem solide und holte viele Remis in so manch schwierigen Partien.

Vielen Dank auch an Robin, Volker und Nino, die der Mannschaft immer wieder ausgeholfen haben und zum Klassenerhalt beigetragen haben.

Nächste Saison läuft es dann hoffentlich wieder besser!

Dave Möwisch

Zuletzt geändert: 2019/04/08 16:04